Die Band PROJEKTIL bereitet einen Auftritt vor. 1973 gegründet, bis 1986 in mehreren Formationen gespielt, haben die Musiker um Peter Oppel vor, am

30.Mai Pfingstsonnabend im Kulturhaus Bad Lobenstein aufzutreten.

Mit dabei sein werden: Volkmar Wenzel, Klaus Füg, Peter Oppel, Henry Schmidt, Jörg Böckel

Jahrelang hat das geballte Musiker-Potential so vor sich hin gegrumelt. Jeder hat für sich und zum Spaß ein bisschen auf den Instrumenten gewerkelt, mancher spielte aus purer Musizierlust bei anderen Bands.

Bei einem solchen Auftritt zum 25.jährigen Bestehens von der Diskothek SIRIUS hat im Herbst 2008 PROJEKTIL einen Spaßauftritt in Unterlemnitz gehabt. Bei dem ging es ganz locker zu und wie in alten Zeiten kamen die Titel von Ufo und ZZ-Top usw. zum klingen.
02.06.2009

Das war er also ! Der große Auftritt der lokalen Band PROJEKTIL
"Es geht ans Herz und wühlt viel auf" so die Resonanz vieler, ob an Erinnerungen an alte Weggefährten, damals junge Lieben oder das Aufbegehren gegen die Obrigkeit durch die Umsetzung von "westlicher" Jugendmusik der 70er. In gekonnter Besetzung durch den Bandier Peter Oppel war mit Klaus Füg, Volkmar Wenzel und Henry Schmidt altbewährtes Musikerblut vorhanden, jedoch hielten Jörg Böckel und Steffen Enders die Soundfahne mit hoch.
Man fühlte sich einfach in die Alte Zeit versetzt, besonders der zerrenden Gitarrenriffs des Gitarristen Klaus Fügs wegen, der perfekt gekonnte Solis greischend laut in den Saal pustete. Die heutzutage größere Verstärkeranlage brauchte sich daher nur auf den Sound der Drums und der Gesangsmikrofone zu richten.
"Das Zusammenspiel hat geklappt" , zeigte sich Gitarrist Klaus Füg mit dem Konzert am Sonnabend zufrieden (Zitat OTZ vom 02.06.2009), jedem war die Spiellaune anzumerken, jedoch wenn es um die klassischen Titel wie von Muddy Waters oder "Jesus just like in Chicago" ging, war der Musiklehrer Henry Schmidt mit der meisten Ausstrahlung bei der Umsetzung der Titel präsent.
Schade war der Einsatz des Studio 64 eigenen Keyboarders Steffen Enders, der mit seinem Klang der zwei Keybords wenig Chancen gegen den Riffboliden Füg hatte und sich so der Eigendynamik der "Projektiler" unterwarf.

Auch ein Gastauftritt der "Simon und Garfunkel - Combo" war ein Schmankl, der zur Zeit der Musik von Projektil genau hineinpasste und vom Publikum schon wegen dem angenehmeren Soundgefüges voll aufgesogen wurde. Dies verdankte das Publikum der Combo mit einer Zugabe, die die Musiker Martin Stöhr, Nico Gottsmann und Christian Goers voll genossen. Besonders die Tatsache, daß zu den schönen Titeln getanzt wurde, war eine Freude, da sonst mehr zum Konzert gespielt wurde. Leider hatten die Macher des Abends voll vergessen, die Musiker und die Combo in den Medien im Vorfeld sowie in der Berichterstattung zu erwähnen, was unter Musikern einigen schnell in die Nase steigt.

Schön war es von Bandier Peter Oppel, auch nicht mitspielende Weggefährten wie Jonny Schulze, Matthias Fraaß, Ossi Wagner, ÖNG (J.Tetzner) u.a. sowie die Techniker einzuladen.

Kurzum, es war Spitze diese alte Musik zu hören, jedoch wäre mit der heutigen Technikmöglichkeit (dem Tontechniker sei Dank, dank seiner bewiesenen Nerven) und einer gehörigen Portion Musikerdisziplin noch mehr drin gewesen - und das wünscht man sich für die Auftritte der Projektiler für die Zukunft.

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Nachtrag:

Danke für die Hinweise von ÖNG (!) Diese Kritik ist mehr für die Insider der Projektil-Szene gedacht, die wohl auch wie das altersgerechte Publikum für den Erfolg des Abends sorgte. Danke!
Nicht zu vergessen sei hier auch noch der megastarke Auftritt von Volkmar Wenzel mit seiner Stimme. Und vor allem sei hier Peter Oppel gedankt, der wie immer im Hintergrund der Vorbereitungen und im Hintergrund der Band die Hosen anhatte.

12.06.2009 W.Orlamünder
Beschallungsunternehmer und Tontechniker bei Projektil